Fehlerberichte als Booster für den Testprozess

Die Hauptaufgabe eines Testers ist es, Probleme zu finden und anschließend umfassende und präzise Fehlerberichte zu liefern. Sind diese Berichte lückenhaft oder ungenau, kann der beschriebene Fehler vom Entwicklungsteam mitunter nicht repliziert werden – und das Problem bleibt ungelöst. Dies führt letztendlich zur Aufschiebung der Fehlerlösung und im Endeffekt zu einem ineffektiven Ressourcenaufwand. Daher sollte ein präziser Fehlerbericht folgende Komponenten beinhalten: Aussagekräftiger Titel So banal es auch klingen mag: Der Titel des Berichtes ist eins der wichtigsten Elemente. Dieser sollte im Idealfall direkt auf den Fehler hinweisen, ohne unnötige Informationen zu beinhalten. Wenn Bugs mithilfe eines Ticketing-Systems gemeldet und verfolgt werden, ist der Titel das Hauptelement in der Übersicht innerhalb eines Projektes. Daher sollte dieser klar, relevant und beschreibend sein – speziell bei größeren Projekten mit hunderten bis tausenden gemeldeten Bugs. Beschreibung Bevor die einzelnen Schritte im Detail erläutert werden, damit der Fehler genau repliziert werden kann, ist es wichtig eine zusammenfassende Beschreibung des Problems zu erstellen. Diese sollte für Entwickler so detailliert wie möglich beschrieben werden, muss aber auch für andere Personen – z.B. für Projektleiter oder Manager – verständlich sein, die keine tiefgehenden Kenntnisse der technologischen Gegebenheiten haben. Konkrete Testschritte Dies dient ganz klar der Replikation des Fehlers. Anhand der einzelnen Schritte muss genau nachvollzogen werden können, wie der gemeldete Bug aufgetreten ist. Dazu soll auch eine Soll- und Ist-Analyse reflektiert werden: Was habe ich erwartet und was habe ich gefunden? Weiterhin werden alle relevanten URLs benötigt. Generell gilt: Jedes Detail zählt, damit die Fehlerwirkung von dem Entwicklerteam nachgebildet werden kann. Weiterführende Informationen Oft sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Gerade bei komplexeren Gegebenheiten reicht es nicht aus, alle Schritte detailliert auszuformulieren. Hier kann ein Screenshot Fehler eindeutig kennzeichnen und die Fehlerwirkungen verständlicher machen. Daher ist es ratsam, an einen Fehlerbericht Screenshots anzuhängen. Diese Dateien sollten eindeutig benannt werden, damit sie dem jeweiligen Schritt zugeordnet werden können. Bei besonders hoher Komplexität eines Fehlers kann man auch ein Video mit dem Klickpfad erstellen und anhängen. Schweregrad / Priorisierung Es ist wichtig Fehlerberichte nach Schwere des Problems zu kategorisieren und zu berichten, welche Art von Risiko das gemeldete Problem darstellt. Aufgrund der Schwere der Fehler kann man anschließend eine Priorisierung vornehmen, anhand derer die Bugs sukzessive gelöst werden. Fazit Ein guter Fehlerbericht ist für einen schnellen, kostengünstigen und effektiven Projektlebenszyklus unentbehrlich. Mit Hilfe der oben beschriebenen Schlüsselkomponenten kann man das Leben des Entwicklerteams und anderen Stakeholdern vereinfachen, sodass mehr Zeit für die Qualitätssicherung des Projektes bleibt und sich die Kosten für das Testing im Budgetrahmen halten. Lesen Sie auch unsere anderen Blogeinträge zum Testmanagement und kontaktieren Sie uns jederzeit falls Sie Fragen oder Feedback haben.

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